Immobilienverband Deutschland IVD
Bundesverband der Immobilienberater,
Makler, Verwalter und Sachverständigen e.V.
Der Ablauf des Verfahrens
 
In Beschwerdefällen soll sich der Verbraucher zunächst an das IVD-Mitgliedsunternehmen wenden, um durch Korrespondenz oder ein persönliches Gespräch den Streitfall zu einem frühen Zeitpunkt zu vermeiden.

  • Erhält der Verbraucher vom IVD-Mitgliedsunternehmen nicht spätestens nach sechs Wochen eine endgültige Nachricht, kann er den Ombudsmann einschalten.
Für die Bearbeitung von Beschwerden benötigt der Ombudsmann

  • die Personalien des Verbrauchers
  • Kopien des Schriftwechsels, der für die Beschwerde wichtig ist (einschließlich etwaiger Antwortschreiben des IVD-Mitgliedsunternehmens)
  • die Angabe, was mit der Beschwerde erreicht werden soll und eine kurz gefasste Beschreibung des Sachverhalts sowie Namen und Daten des IVD-Mitgliedsunternehmens. Die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme mit Regionalverbänden des IVD ist über die Rückseite dieses Informationsfaltblattes gegeben.
Da telefonische Auskünfte grundsätzlich nicht erteilt werden, hat der Verbraucher die Einzelheiten zu seiner Beschwerde schriftlich vorzutragen.

  • Liegen alle Voraussetzungen für die Bearbeitung einer Beschwerde vor, prüft der Ombudsmann das Anliegen des Verbrauchers und das Verhalten des IVD-Mitgliedsunternehmens nach rechtlichen Gesichtspunkten. Er hat die Fakten unvoreingenommen und neutral nach Recht und Gesetz zu würdigen.
Hält der Ombudsmann eine Einigung für möglich, so unterbreitet er einen Schlichtungsvorschlag. Kommt eine Einigung nicht zustande oder ist der Verbraucher mit der Entscheidung oder des Schlichtungsvorschlages des Ombudsmanns nicht einverstanden, können die ordentlichen Gerichte angerufen werden. Zur Erteilung eines Rechtsrats im Falle eines gerichtlichen Verfahrens ist der Ombudsmann nicht berechtigt.


Noch Fragen?

  • Eine Frist für Beschwerden gibt es nicht, die Frage der Verjährung eventueller Ansprüche ist von den Parteien selbst zu prüfen.
  • Der Verbraucher ist berechtigt, sich durch Dritte vertreten zu lassen, wenn er eine entsprechende schriftliche Vollmacht vorlegt.
  • Rechtliche Fachkenntnisse für ein Verfahren vor der Ombudsstelle sind nicht erforderlich. Eine schriftliche Verbraucherbeschwerde bedarf nicht der Form eines juristischen Schriftsatzes, die Schilderung muss lediglich klar und verständlich sein. Den Inhalt und die Rechtslage würdigt allein der Ombudsmann.
  • Reicht der Verbraucher unvollständige Unterlagen ein, kann der Ombudsmann zusätzliche Unterlagen anfordern. Das Verfahren ist auf die Unterlagen beschränkt, die die Parteien einreichen.
  • Eine Entscheidung des Ombudsmanns ist nur dann für das IVD-Mitgliedsunternehmen verbindlich, wenn es sich ausdrücklich mit der Einleitung des Verfahrens schriftlich einer Entscheidung des Ombudsmanns unterworfen und auf die Anrufung ordentlicher Gerichte verzichtet hat. In allen anderen Fällen ist die Entscheidung des Ombudsmanns für die Parteien unverbindlich. Der Ombudsmann kann nur von Verbrauchern in Anspruch genommen werden.
  • Alle dem Ombudsmann zugegangenen Informationen des Verbrauchers und des IVD-Mitgliedsunternehmens sind vertraulich und diskret zu behandeln.
  • Antwortet das IVD-Mitgliedsunternehmen trotz mehrfacher Aufforderung des Ombudsmanns innerhalb der satzungsgemäßen Frist nicht, ist der Ombudsmann verpflichtet, diesen Tatbestand dem Präsidium des IVD-Bundesverbandes mitzuteilen.
  • Nachzulesen sind ferner die Regeln für die Schlichtung von Verbraucherbeschwerden gegen Mitglieder des Immobilienverband Deutschland IVD Bundesverband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen e.V. in der Verfahrensordnung, die auf der Homepage „www.ombudsmann-immobilien.net“ einsehbar ist oder auf Anforderung zur Verfügung gestellt wird.